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___________________________________________________ Sylvie and Monsch on tour in Asia, (Australia) and Africa with a Land Rover Defender

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Tagebuch Aktuell

Week_072_Kenia_and_Switzerland

 

Montag,  14. September 2009, Mombasa, Kenia, Kilometer-Stand: 50'399, gefahrene Kilometer: 4

 

Wirklich gut geschlafen haben wir nicht, die frische Luft fehlt uns. Das Frühstücksbuffet ist ausgezeichnet und dann fahren wir zu unserem Agenten. Der Zufall will es, dass sich sein Büro nur etwa 5 Minuten von unserem Hotel entfernt befindet. So treffen wir pünktlich ein und besprechen die Details mit den Herren. Da wir ihnen bereits durch Empfehlung weitere Kunden verschafft haben, bekommen wir sogar noch einen grosszügigen Rabatt. Zu unserer Freude ist die Firma perfekt organisiert. Wir müssen zum Einladen noch nicht einmal an den Hafen fahren. Der Container wartet bei einer nahe gelegenen Firma auf dem Parkplatz. Ein paar Jungs werden engagiert, den Landy zu waschen, unser Agent fährt los, um die Zöllner abzuholen. Nur eine kurze Prüfung und schon kann der Grüne in die Kiste rein. Wir werden fast sentimental, das Auto hat uns die ganzen 17 Monate zuverlässig durch die Welt gekurvt und schippert nun zurück nach Europa. Hoffentlich werden wir  ihn in Genua wieder zu Gesicht kriegen. Der Container wird plombiert, auf einen Lastwagen geladen, dieser fährt nun an den Hafen. Wir werden zum Hotel zurückgefahren und geniessen die Kühle unseres Zimmers.

 

Dienstag,  15. September 2009, Mombasa, Kenia, Kilometer-Stand: 50'399, gefahrene Kilometer: 0

 

Die Klimaanlage im Zimmer vertrage ich nicht wirklich, den ganzen Tag plagen mich starke Kopfschmerzen. Wir machen trotzdem einen kleinen Rundgang durch Mombasa und laufen nochmals durchs Old Quarter. Es ist schön hier, die alten Gebäude besitzen sehr viel Charme. Jetzt, wo wir zurück in die Zivilisation kehren, müssten wir uns eigentlich ein paar neue Klamotten kaufen. Die Safarihosen und die Flipflops werden wohl nicht so recht in die Schweiz passen. Aber für eine Shoppingtour scheint Mombasa nicht der richtige Ort zu sein. Am Abend gönnen wir uns ein wunderbares Essen im Indischen Shenai Restaurant, welches nur etwa 5 Minuten vom Hotel entfernt liegt. Trotzdem überlegen wir uns, für den Rückweg ein Taxi zu nehmen, die Strassen sind um 21.00 Uhr bereits fast lehr gefegt und dann ist die Stadt nicht mehr sehr sicher. Aber wir kommen mit vollen Bäuchen sicher im Hotel an.

 

   

 

Mittwoch, 16. September 2009, Mombasa, Kenia, Kilometer-Stand: 50'399, gefahrene Kilometer: 0

 

Und wieder schlendern wir durch die Stadt, kaufen ein paar kleine Souvenirs ein und geniessen den zweitletzten Tag in Afrika. Übermorgen fliegen wir nach Hause, und ich kann es kaum mehr erwarten, all die Lieben wieder zu sehen.

 

Donnerstag, 17. September 2009, Mombasa, Kenia, Kilometer-Stand: 50'399, gefahrene Kilometer: 0

 

Unser Agent bringt uns die Papiere ins Hotel, nun ist der Landy auf dem Schiff und wird morgen die Reise über den Suez Kanal nach Genua antreten. Hoffentlich lassen ihn die Somalischen Piraten in Ruhe. Für uns gibt es nicht wirklich viel zu tun und wir haben auch nicht mehr so grosse Lust, etwas zu unternehmen. Wir geniessen das Hotelzimmer, packen einiges zusammen und verhandeln mit dem Hotelmanager um den Preis, welchen wir bezahlen müssen, um das Zimmer morgen bis 16.00 Uhr behalten zu können.  Im Hotelrestaurant essen wir zu Abend und ziehen uns ein letztes Mal zum Schlafen ins Zimmer zurück.

 

Freitag,  18. September 2009, Mombasa, Kenia, Kilometer-Stand: 50'399, gefahrene Kilometer: 0

 

Heute treten wir die Heimreise an, was für ein seltsames und freudiges Gefühl. Gegen 17.00 Uhr fahren wir mit dem Taxi zum Moi Flughafen. Der Fahrer nimmt eine Abkürzung und ein letztes Mal kommen wir in den Genuss Afrikanischer Märkte, schlechter Strassen, bunt gekleideter Menschen. Schnell haben wir auf dem kleinen Flughafen eingecheckt. Um 19.45 Uhr hebt die Kenya Airwais auf den einstündigen Flug nach Nairobi ab. Eigentlich wollten wir hier noch Geschenke einkaufen, doch kaum sind wir gelandet, müssen wir auch schon in die Abflughalle, wo wir dann gut eine Stunde herumsitzen. Kurz vor 23.00 Uhr steigen wir dann in die LX293 der Swiss ein und um 23.25 Uhr heben wir in Richtung Zürich ab.  Das Essen ist gut, wir schauen uns Filme an, bald sind wir zu Hause. Wer wohl alles zu dieser frühen Morgenstunde am Flughafen auf uns warten wird?

 

Samstag, 19. September 2009, Mombasa, Kenia, Kilometer-Stand: 50'399, gefahrene Kilometer: 0

 

Um 6.25 Uhr landen wir in Zürich. Der Schweizer Zollbeamte will mir keinen Willkommens-Stempel in meinen Pass geben, so etwas! Die ersten, die wir sehen, sind Mike und Christine, welche wir in Kambodscha kennen gelernt haben. Was für eine Überraschung, dass und die beiden am Flughafen empfangen, wir freuen uns riesig. Und als wir in die Empfangshalle treten, stehen sie da alle, bewaffnet mit Transparenten, bekleidet mit orangen T-Shirts mit dem Aufdruck „Fan von Orange Iguana“. Florence und Jocelyne, Conni und Jean-Claude, die ganze Familie Knaus mit Samuel, Tanja, Alena, Noemi und Jonas (den kleinen sehen wir zum ersten Mal), Familie Monsch mit Peter, Steffi und Edith, unsere lieben Freude Muffi und Rahel,  Markus und Fabian und sogar Bea und Thomas Grütter, die Santana-Reisenden, welche wir in Thailand und Malaysia getroffen haben. Alle stehen sie da. Wir werden beschenkt, und ziehen sofort die „Heimkehrer-Shirts“ von Muffi und Rahel an. Und Sogar Sekt, Käseplättli, Rohschinken und feines Brot werden uns gereicht. Ich bin so aufgeregt, ich kann gar nichts essen, freue mich einfach nur, wieder im Kreise der Freunde und Familie zu stehen. Nach einiger Zeit müssen wir den Aperitif abbrechen, solche Veranstaltungen sind in der Ankunftshalle nicht erlaubt. Also gehen wir Kaffeetrinken. Und bevor wir in Schlatt ankommen, geht’s zum Einkaufen in die Migros und in den Coop. Es ist eine Augenweide, all die feinen Sachen, die es hier gibt, alles so schön und frisch. Wir füllen unseren Einkaufswagen mit all den Dingen, von denen wir die letzten Monate geträumt haben. Und dann geht’s ab auf Schlatt, wo ich mich auf meinen Hund Maxi freue. Der alte Herr ist so geschockt, dass er gar nicht mehr reagiert, nicht einmal mehr Schwänzeln kann er. Erst als wir am Sonntag unsere Koffer aus dem gemieteten Raum in Arbon abholen, scheint er zu glauben, dass wir nun hier bleiben. Ich bin so müde, komme aber nicht zu Ruhe, es ist alles viel zu aufregend. Muffi und Rahel haben uns ein wunderbares Zimmer bereit gestellt, sogar ein Blumenstrauss wartet auf uns. Schön, so liebe Freunde zu haben. Der Spaziergang mit den beiden Hunden ist ein Traum, die Sonne scheint, ich geniesse es, mich endlich wieder frei bewegen zu können.  Und am Abend sitzen wir dann bei Raclette und Wein zusammen und können es kaum glauben, wieder zu Hause zu sein.

 

Back home – wieder zu Hause

 

17 Monate waren wir unterwegs, haben fast 51'000 km zurückgelegt, 20 Länder besucht, sind 6 Mal in ein Flugzeug gestiegen, haben den grünen Dicken 3 Mal verschifft. Und nun sind wir wieder hier, geniessen die wunderbaren Strassen, die saubere und schöne Schweiz. Das Wetter ist uns hold, die ersten drei Wochen herrschen fast sommerliche Temperaturen. All die leckeren Sachen, die schönen Einkaufsläden, saubere Duschen, ja sogar das Wasser aus dem Wasserhahn schmeckt wunderbar. Und dann mit Freunden und Familie zusammen zu sitzen, zu erzählen, etwas Gutes zu essen und ein Glas Wein zu trinken. Es macht Spass wieder hier zu sein und uns die Fotos unserer Reise anzuschauen. Schnell sind wir wieder im Alltagstrott, die Zeit läuft uns davon. Am 15. Oktober fährt Monsch mit dem Zug nach Genua und kann am nächsten Tag endlich, mit zwei Wochen Verspätung, den Landy abholen und nach Hause bringen. Nun sind wir wieder komplett und mobil. Es wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, die ungefähr 15'000 Fotos zu ordnen und wieder ganz in den Alltag zurück zu kehren. Unsere Reise werden wir nie vergessen. Herzlichen Dank an alle, welche uns unterstütz haben, an uns gedacht und uns geschrieben haben. Und ein ganz dickes, dickes Dankeschön an den wunderbaren Empfang.

 
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