023 Iran Part 2
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- Geschrieben von Stefan
21.12.2011 Isfahan – Khoor, Iran
Gefahrene km 21.12.2011: 400
Gefahrene km Total: 27’050
Bevor wir Richtung Dasht-e Kavir Wüste losfuhren, wollten wir uns noch die Jameh Moschee anschauen. Auf dem Weg dorthin kamen wir aber in ein übles Verkehrschaos, so dass wir kurzerhand die Flucht aus der Stadt ergriffen
. Der Weg nach Khoor führte uns durch die unendlichen Weiten der Wüste und wir sahen superschöne Landschaften mit verschiedenfarbigen Bergen und Oasendörfer mit Palmen. Bei Dunkelheit kamen wir in Khoor an und wurden nach kurzem Nachfragen zu einem Hotel geführt. Wir beschlossen dann aus finanziellen Gründen im Landy zu übernachten, durften aber freundlicherweise auf dem Innenhof dieses Hotels parkieren. Das Hotel war belegt von einer iranischen Reisegruppe aus Teheran und wir fanden natürlich sofort Freunde. Was wir nicht wussten, dass heute alle Iraner die Yalda-Nacht, die längste Nacht des Jahres feiern. Normalerweise wird dieses Fest im privaten Haus der ältesten Familienmitglieder abgehalten, die Gruppe feierte jedoch im Hotel. Wir wurden natürlich sofort eingeladen an dieser „Party“ teilzunehmen! Begonnen wird das Ganze mit ausgiebigem Teetrinken, dann geht’s über zum Essen. Zum Tee wurde zudem eine aus einer Wassermelone und Äpfeln gebastelte Wasserpfeife geraucht. Als Vorspeise gabs Nüsse, Granatäpfel und Melone, dann kam eine Minzen-Creme Suppe mit Kichererbsen und Linsen. Da noch jemand Geburtstag hatte, bekamen wir auch noch ein Stück Torte zum Dessert. Dann wurde ausgiebig gesungen und getanzt. Natürlich hat auch Stefan seine iranischen Tanzkünste bewiesen
. Es war ein sehr fröhliches und ausgelassenes Fest! Zum Schluss des Abends gingen wir mit der Reisegruppe zum Sterneschauen in die Wüste.
22.12.2011 Khoor – Salzwüste, Iran
Gefahrene km 22.12.2011: 230
Gefahrene km Total: 27’280
Nach einer kalten Nacht im Landy, begegneten wir gleich wieder unserer Iranischen Sippe vom Vorabend. Nach dem Frühstück gings weiter in die Wüste rein, zu den Sanddünen von Mesr. Die Wüste scheint ein grosser Spielplatz einiger Off-road wilden Iranern zu sein
, überall hat es Spuren im Sand!
Zu Fuss in den Dünen unterwegs, begrüsste uns bereits nach 10 Minuten die erste Gruppe Iranischer Wüstenbesucher. Wirklich freundlich wurden wir begrüsst und gleich zum Iranischen Tanzen zu der Musik mit der kleinen Trommel eingeladen. Nach etwas plaudern wurden wir von der einen Familie aus Shiraz gleich in ihr Haus eingeladen. Unglaubliche Iranische Gastfreundschaft. Am Nachmittag haben wir uns einfach mal gemütlich an die Sonne gesetzt in der Wüste und das Leben als Reisende genossen.
Kurz vor Sonnenuntergang gings weiter, aber bereits nach 15 Minuten gabs wieder einen Stopp bei ein paar Einheimischen welche mit Geländefahrzeugen unterwegs waren. Wir hatten diese bereits getroffen auf unserem Nachmittags Rastplatz. All diese Geländewagenfreaks waren natürlich sehr an unserem Landy interessiert
.
In völliger Dunkelheit bogen wir irgendwo in die Salzwüste ab und übernachteten mitten im Nichts. Da es um die 0° war, gabs zum Abendessen Brot, Nutella und etwas Früchte vorne im warmen Auto.
23.12.2011 Salzwüste – Yazd, Iran
Gefahrene km 23.12.2011: 500
Gefahrene km Total: 27’780
Unser Morgenessen an der Sonne mussten wir leider streichen, da es bewölkt war und noch immer saukalt! Wir fuhren dann weiter durch die Wüste bis nach Yazd.
24.12.2011 Yazd, Iran
Gefahrene km 24.12.2011: 0
Gefahrene km Total: 27’780
Fröhliche WeihnachtenJ.
So, der erste Tag Sightseeing in Yazd. Wir haben es sehr gemütlich genommen und uns in den kleinen Gässchen der Altstadt, welche fast wie ein Labyrinth sind, rumgetummelt. Am Anfang zur Abwechslung mal eine Moschee
, dann hin und her durch die Gässchen. Ein Projekt für den Nachmittag, war eine SIM-Karte zu kaufen. Als wir nach langem hin und her endlich einen SIM-Karten Kiosk gefunden hatten, kriegten wir keine da wir den Pass dazu benötigten.
Nun zumWeihnachtsessen welches vom Guesthouse aus organisiert wurde. Ein Christliches Fest in einem Islamistischen Gottesstaat.. Es waren doch etwa 20 Touristen welche teilnahmen. Als erstes waren wir erstaunt, dass eine Art „Islamischer Priester“ eine Rede hielt. Zuerst erzählte er kurz etwas aus der Bibel, dann doch zum Koran. Bis am Schluss war das ganze doch recht Islamistisch und passte überhaupt nicht! Später haben wir herausgefunden, dass das Guesthouse gar keine andere Wahl hatte als diesen„Priester“ einzuladen, ansonsten hätten sie evtl. Ärger bekommen mit dem Gesetz!! Es mussan dieser Stelle mal gesagt werden, dass es auch sehr viele Iraner gibt die nicht sehr gläubig sind!
Ansonsten war die Feier eher etwas trocken, aber war trotzdem interessant sich ein wenig mit den anderen Iranbesuchern zu unterhalten.
25.12.2011 Yazd, Iran
Gefahrene km 25.12.2011: 0
Gefahrene km Total: 27’780
Auch heute war ein weiterer Sightseeing-Tag in Yazd angesagt. Wir schlenderten wieder in der sehr schönen Altstadt rum, welche laut Unesco eines der ältesten Stadtviertel der Welt ist. Die Aussicht über die Altstadt ist sehr eindrücklich, da die Häuser vorwiegend aus diesem Lehm-Stroh Mix erbaut sind und auf den Dächern die sogenannten „badgirs“ (Windtürme) stehen. Diese sehen aus wie riesige Kamine, dienen jedoch als natürliche Klimaanlage. Sie fangen den Wind auf und leiten diesen in die Räume darunter. Am Nachmittag nahmen wir nochmals das Projekt „SIM-Karte kaufen“ in Angriff. Nachdem wir in einem Hotel den Pass kopieren konnten, klappte es endlich mit der SIM-Karte. Etwas schmunzeln mussten wir, als Stefan auf dem Vertrag zusätzlich zu seiner Unterschrift auch noch einen Fingerabdruck machen musste
. Danach besuchten wir noch ein im Jahre 1580 erbautes Wasserreservoir, welches heute als Bodybuilding Club genutzt wird.
26.12.2011 Yazd – Baustelle, Iran
Gefahrene km 26.12.2011: 150
Gefahrene km Total: 27’930
Wir haben den Tag langsam und gemütlich begonnen, da wir erst um 11:00 Uhr abgemacht hatten um unsere Wäsche abzuholen. Bei der Wäscherei erklärte uns der Mann, dass es nun doch 15:00 Uhr werde. Das hat dann unsern Plan, bis zu Persepolis zu fahren, zunichte gemacht. Dafür haben wir dann noch die sogenannten „towerofsilence“ besucht. Diese Stammen von früher und sind eine Art steinerne Silos, welche von dem Glauben Zoroastrismus verwendet wurden. Weil dieser Glaube auf der Reinheit der Elemente basiert, lehnte man die Kremierung (Verschmutzung der Atmosphäre) sowie das Begräbnis (Verschmutzung der Erde) der Leichen ab. Deshalb hatte man damals die Leichen der Verstorbenen in diese Steintürme gelegt, daraufhin wurden die Leichen von Geiern aufgefressen.
Um 15:00 Uhr bekamen wir endlich die Wäsche und fuhren los. Nach ca. einer Stunde parkierten wir den Landy in der nähe einer Baustelle bei Felsen wo es schön ruhig war. Der Benzinkocher und die Benzinlampe funktionierten zum Glück einwandfrei
.
27.12.2011 Baustelle - Persepolis, Iran
Gefahrene km 27.12.2011: 320
Gefahrene km Total: 28’250
Kaum aufgestanden, hatten wir schon den ersten Besucher, der uns auf die Baustelle zum Morgenessen einlud. Wir lehntenab, da wir endlich unser lang ersehntes Frühstück an der Sonne geniessen wollten. Noch etwas zu der iranischen Kultur. Sehr speziell ist das Höflichkeitsritual „ta’arof“. Man bietet dem Gegenüber aus Höflichkeit etwas an, auch wenn man es eigentlich gar nicht erfüllen kann. Als Eingeladenermussdas Angebot immer mehrere Male abgelehnt werden. Wenn das Angebot dann immer noch steht, ist es tatsächlich ernst gemeint und man kann es mit gutem Gewissen annehmen. Für uns ist dieses Ritual nicht immer sehr einfach zu handhaben... Nun wieder zum heutigen Tag. Die Fahrt nach Persepolis führte uns über verschiedene Pässe, auf welchen wir dem Schnee wieder ziemlich Nahe kamen. Wir geniessen aber jedes Mal die fantastischen Berge, welche sich hauptsächlich von den Farbe und Formen her von unseren Bergen in der Schweiz unterscheiden. Angekommen in Persepolis fanden wir einen gemütlichen Platz zum Campen. Am Abend machten wir noch Bekanntschaft mit Annette, Simon und Kind Siggi aus England, welche mit einem VW-Bus schon ca. ein Jahr unterwegs sind. Ursprünglich wollten sie zwei Jahre reisen, „überraschend“ ist sie nun schwanger geworden und sie müssen zurückreisen. Tja, so spielt das Leben
.
28.12.2011 Persepolis – Shiraz, Iran
Gefahrene km 28.12.2011: 60
Gefahrene km Total: 28’310
Wir haben vergebens gehofft dass es in den Nächten langsam wärmer wird. Am Morgen früh war es wieder um die 0 Grad! Nach einem kurzen Tee mit unseren Nachbarn aus England & Deutschland und etwas Frühstück begaben wir uns zu der einmaligen Ruinenstadt Persepolis. Persepolis war eine Stadt welche vor 2500 Jahren durch das Achaemenid Reich entstanden ist. Zu Gesicht bekamen wir absolut fantastische Säulen, Eingangstore, Mauern, Reliefs und in Felsen reingehauene Mausoleen. Das Wetter dazu war perfekt!
Da wir bei Persepolis nur eine Stunde von unserem Ziel Shiraz entfernt waren, genossen wir noch den Rest des Nachmittags herrlich an der Sonne beim Auto, bevor die Fahrt weiter ging.
In Shiraz sind wir in einem relativ schäbigen Hotel untergekommen, aber immerhin konnten wir nach Demontage der Dachkiste den Landy im Hof parkieren.
29.12.2011 Shiraz, Iran
Gefahrene km 29.12.2011: 0
Gefahrene km Total: 28’310
Auch in Shiraz gab es wieder einiges zu sehen. Da wir auf unserer Reise schon zig Moscheen besucht haben (auch overmosqued genannt
) konzentrierten wir uns hier auf die übrigen Sehenswürdigkeiten. Im Zentrum von Shiraz steht die Festung Arg-e Karim Khan. Diese ist von hohen Mauern umringt und in jeder Ecke steht ein 14m hoher Turm. Innerhalb dieser Mauern gibt es einen grossen Teich und etliche Mandarinenbäume. Im Gebäude selbst konnte man nur das aus Marmor erbaute „Badezimmer“ besichtigen. Auch sehr interessant war die Ausstellung der Wachsfiguren in traditioneller Kleidung des Zand Zeitalters. Die Kleidung war deutlich farbenfroher als heute... Danach machten wir uns auf den Weg zum Mausoleum des iranischen Dichters Havez. Unterwegs wurden wir von der 17-jährigen Schülerin Masha angesprochen, die uns dann dorthin begleitete. Das Mausoleum ist umgeben von herrlichen Parks, wo man sich bestens vom hektischen Stadtalltag erholen kann. Am Nachmittag wollten wir eigentlich noch die armenische Kirche besuchen, wurden aber leider nicht fündig. Am Abend trafen wir uns nochmals mit Masha, ihrer Mutter und einer Bekannten zur gemütlichen Teerunde.
30.12.2011 Shiraz – Hügel bei Konar Takhteh, Iran
Gefahrene km 30.12.2011: 190
Gefahrene km Total: 28’500
Am Morgen war noch etwas Arbeit angesagt. Einkaufen und Landy duschen. Das ganze Autoreinigen dauerte einiges über eine Stunde, ist auch kein Wunder bei dem Dreck. Aber immerhin ist unser Landy wieder ein sauberer Kerl. Nach ca. 100km tuckerten wir irgendwo auf einen kleinen Hügel rauf von wo wir eine gute Aussicht hatten.
31.12.2011 Hügel bei Konar Takhteh – Strand südlich von Bushehr, Iran
Gefahrene km 31.12.2011: 210
Gefahrene km Total: 28’710
Nach ca. einer Stunde Fahrt erblickten wir endlich den persischen Golf. Legten am Hafenstädtchen Bushehr eine kurze Mittagspause ein und erkundeten die etwas heruntergekommene Altstadt. Danach fuhren wir entlang der Küste bis wir einen geeigneten Übernachtungsplatz am Strand fanden. Schon bald bekamen wir Besuch von einem Fischer, der leider nur sehr wenig Englisch konnte. Nach kurzer Konversation ruderte er mit einem Floss zu seinen Netzen raus, brachte uns drei kleine Fische und rauschte mit seinem Töff wieder davon. Nachdem wir den Sonnenuntergang genossen hatten, leistete uns der Fischer wieder Gesellschaft. Er lud uns selbstverständlich zum Essen und Übernachten zu sich nach Hause ein. Da es die erste Nacht am Strand war, zogen wir das Übernachten im Landy vor. Der Fischer blieb trotzdem und half uns bei der Präparation der Fische, obschon dies im Iran vermutlich eher Frauensache ist... Wir schätzen wirklich die Gesellschaft von Einheimischen, aber wenn man sich aus Sprachproblemen nicht unterhalten kann, wird’s doch nach ca. zwei Stunden etwas langweilig
. Und der Fischer war wirklich hartnäckig und blieb bei uns bis wir uns zum Schlafen in Landy zurückzogen.
1.1.2012 Strand südlich von Bushehr – Strand südlich von Parsian, Iran
Gefahrene km 1.1.2012: 340
Gefahrene km Total: 29’050
Happy new year
Am morgen kam natürlich der Fischer wieder und brachte uns gleich wieder ein paar Fische. Da der eine Fisch immer noch am zappeln war und der Fischer zum Glück gleich wieder weiter fuhr, bewegten wir den knapp am leben zappelnde Fisch wieder ins Wasser. Nach etwa einer Minute war der Fisch wieder bei Kräften und schwamm davon.
Die Fahrt an der Golfküste entlang war wunderschön. Unheimlich spezielle Felsen und Gesteinsformationen. Das einzige was nicht wirklich schön war, sind die Erdgasanlagen welche sich an einem Ort etwa 10km in die länge ziehen!
Um die Mittagszeit wurden wir dann kurzerhand beschenkt von einem Ladenbesitzer, bei dem wir übrigens nur parkiert und nichts gekauft haben, mit Ansichtskarten, Ausgestopften Fischen, einer Muschel und anderem Plunder. Wirklich unheimlich!
Der Trip führte uns an einen weiteren Strand, ohne Leute, wo wir dann campierten. Ich (Stefan) habe dann mit einigen kleinen Rochen zusammen ein Bad im Meer genossen.
Zum Abendessen haben wir uns ein feines Fondue, welches Maryse aus der Schweiz mitbrachte, gegönntJ.
Da es nun endlich warm genug war um draussen zu bleiben, haben wir ein kleines Feuer entfacht und die Ruhe des Meeres genossen!
2.1.2012 Strand südlich von Parsian – Bandar Abbas, Iran
Gefahrene km 2.1.2012: 400
Gefahrene km Total: 29’450
Den Morgen genossen wir an der Sonne am einsamen Strand. Beim Losfahren gab es noch etwas Action. Da das Meer leicht gestiegen war, konnten wir nicht mehr durch den harten Sand zurückfahren, sondern mussten uns einen Weg durch den weichen Sand suchen. Nach dem ersten gescheiterten Versuch, nahmen wir die Sandbleche zur Hilfe und kamen dann problemlos zurück auf die Strasse. Die Fahrt nach Bandar Abbas führte uns wiederum durch fantastische Felslandschaften. Angekommen in Bandar Abbas, probierten wir zuerst noch Infos über die Verschiffung zu bekommen. In den Reisebüros wurden wir aber entweder weitergeschickt oder bekamen verwirrende Auskünfte. Wir verschoben das Projekt auf den nächsten Tag.
3.1.2012 Bandar Abbas, Iran
Gefahrene km 3.1.2012: 30
Gefahrene km Total: 29’480
Den ganzen Morgen verbrachten wir mit der Organisation der Verschiffung vom Iran in die vereinigten arabischen Emirate. Zuerst versuchten wir unser Glück in einem nahegelegenen Hotel mit einem Reisebüro, aber kriegten dort nur eine Adresse von dem offiziellen Verschiffungsbüro. Mit dem Taxi dort angekommen erkundigten wir uns über Preise etc.. Das ganze war doch etwas kompliziert und wir waren über eine Stunde später inklusive Landy nochmals dort. Als eigentlich das meiste abgeklärt war, kam auf einmal einer ins Büro und wir erfuhren dass evtl. die Fähre am 4. Januar gar nicht fahren werde. Es sei 50/50 ob sie fährt. Die Begründung lag beim Wetter, wobei man bei dem herrlichen Wetter mühe hat dies zu glauben! Oder könnte der Grund eher bei den aktuellen politischen Problemen liegenJ? Das Problem damit ist, dass das Visum von Maryse morgen ausläuft. Also wenn die Fähre nicht fährt, müssten wir dringend die Visa verlängern.
Am Nachmittag genossen wir die Sonne am Meer.
Bandar Abbas, am südlichen Ende des Irans, hat eine bunte Mischung an Menschen. Einige Stammen von Afrika oder Indien, was man auch an der farbigeren Kleidung der Leute sieht. Was ebenfalls sehr speziell war, sind die Burkas welche vereinzelte Frauen trugen. Anstelle von einem Schleier vor dem Gesicht hatten sie etwas wie eine kleine Maske, welche die Nase sowie den Mund verdecken. Zu erwähnen ist ebenfalls, dass es im Iran wenige Frauen hat die eine Burka tragen. Die meisten haben einfach ein Kopftuch oder zum Teil den Tschador an.
4.1.2012 Bandar Abbas, Iran – Sharjah, VAE
Gefahrene km 3.1.2012: 0
Gefahrene km Total: 29’480
Eigentlich würde unsere Fähre ja erst um 21.00 Uhr von Bandar Abbas ablegen. Da aber die Zollbehörden nur bis 14.00 Uhr geöffnet haben, machten wir uns frühmorgens auf den Weg zum Hafen. Zuerst fragten wir nochmals im Verschiffungsbüro nach ob die Fähre nun wirklich fährt und wir bekamen glücklicherweise positiven Bescheid! Also los zum Hafen! Kamen um 9.00 Uhr dort an. Ungefähr drei Stunden später kannten wir die Hälfte des Personals der Zollbehörde, da wir in etwa zehn verschiedenen Büros waren. Hier eine Unterschrift, da ein neues Papier und wieder warten und dann das ganze von vorne
. Da es nicht zu einfach ist, sind die Büros auf dem ganzen Hafengelände verstreut
. Es ist wirklich unglaublich wie kompliziert und bürokratisch der ganze Prozess abläuft! Schlussendlich hat aber doch alles geklappt! Nach ausgiebigem Warten am Hafen konnten wir gegen 21.00 Uhr endlich durch die Passkontrolle und unsere Plätze im Schiff einnehmen. Glücklicherweise konnten wir im Landy schlafen. Goodbye Iran!