026 Oman Teil 2
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- Geschrieben von Stefan
8.2.2012 Muskat – Al Seyfah, Oman
Gefahrene km 8.2.2012: 70
Gefahrene km Total: 33’440
Endlich endlich aus Muskat raus
! Der kurze Trip führte uns an der wunderschönen Küste entlang Richtung Süden bis ins Dörfchen Al Seyfah. Wir übernachteten am Strand etwas ausserhalb des Dorfes und genossen endlich unsere Ruhe nach dem Stadtleben.
9.2.2012 Al Seyfah – Qurayyat, Oman
Gefahrene km 9.2.2012: 120
Gefahrene km Total: 33’560
Von der Küste weg fuhren wir durchs Wadi Luluh zurück auf den Highway. Da wir (und natürlich auch Landy
) nicht gern auf Highways fahren, bogen wir aber schon nach einigen Kilometern ab ins Wadi Milas, welches in unserem Zielort Qurayyat endet. Dieses Wadi war schon etwas interessanter zum Fahren, da es am Anfang einige kleine Flussüberquerungen hatte
. Die Fahrt ging dann weiter durch das mit hohen Felswänden gesäumte, schmale Bachbett. Beide Wadis waren nicht ausserordentlich speziell, aber von der Landschaft her doch sehr schön zu sehen. Angekommen in Qurayyat wurden wir von einem Omani namens Hamed abgefangen, der unser Mittagessen bezahlte und uns dann zum Strand vorausfuhr. Hier richteten wir uns ein zum Übernachten. Am Abend besuchte uns Hamed nochmals und lud sich zum Abendessen bei uns ein
. Da die Omanis normalerweise mit den Händen essen, war es ziemlich amüsant wie unser Freund Hamed mit Gabel und Löffel seine Spaghetti ass
. Direkt hinter unserem Strand gabs eine kleine Lagune, in welcher sich am morgen eine Schar Flamingos tummelte.
10.2.2012 Qurayyat – Wadi As Suwayh, Oman
Gefahrene km 10.2.2012: 70
Gefahrene km Total: 33’630
Gegen 9:30 Uhr rauschte der Omani von gestern wieder an. Zusammen fuhren wir noch zu seinem Haus wo er uns Omani Kaffee (gewürzt mit Kardamon), Früchte und natürlich die berühmten omanischen Datteln anbot. Bei seinem Haus betraten wir lediglich das „Sitzungszimmer“, wo die omanischen Männer zusammensitzen und diskutieren. Anscheinend hat jedes Haus ein solches Zimmer das zu diesem Zweck dient. Er führte uns dann noch bis ins Wadi Dayqah wo wir uns verabschiedeten. Weiter auf einem holprigen Weg, entlang pilzförmiger kleiner Felsen, gings langsam in die Hügel rein bis zum Wadi As Suwayh. Mit den fantastischen grossen Pools im Bachbett ist dies eines der schönsten Wadis das wir bis jetzt gesehen haben! Nach dem herrlichen Erfrischungsbad in dem grossen Pool durfte natürlich bei der schönen Umgebung ein kaltes Bier nicht fehlen
. Gerade als wir so gemütlich in unseren halbkaputten Stühlen rumlungerten und unser Bier genossen, kam ein Einheimischer vom kleinen Dörfchen nebenan und hat sich zu uns gesetzt. Er zeigte dann mal gleich auf unsere Büchsen und meinte „Bier“?? „Bier“??. Da es im Oman ja etwas illegal ist Alkohol zu trinken, waren wir nicht ganz sicher was er wollte. Wir haben dann aber schnell verstanden dass er auch ein Bier haben will, welches er dann mit glänzenden Augen und mit Freude innerhalb von kurzer Zeit runterschluckte
.
11.2.2012 Wadi As Suwayh - Qurayyat, Oman
Gefahrene km 11.2.2012: 80
Gefahrene km Total: 33’710
Unser Freund von gestern Abend führte uns heute zu Fuss etwas weiter ins Wadi hinein. Auch hier hatte es hübsche kleine Pools, wo wir uns im eher kalten Wasser ein Bad gönnten. Gegen Abend machten wir uns auf den Weg zurück an die Küste. In einem kleinen Dörfchen namens Dibab wollten wir unsere Essensvorräte nachfüllen, fanden aber leider keinen Laden. Daher fuhren wir wieder zurück nach Qurayyat und verbrachten dort die Nacht.
12.2.2012 Qurayyat – White beach, Oman
Gefahrene km 12.2.2012: 70
Gefahrene km Total: 33’780
Weiter Richtung Süden, Zwischen Qurayyat und dem „White beach“, machten wir einen kurzen halt bei dem „Sink hole“. Das stark Türkisblaue grosse Wasserbecken im Fels hat eine bis heute unbekannte Tiefe und ist schon etwas spezielles. Am White beach angekommen waren wir zuerst etwas enttäuscht. Zum einen da der Strand nicht so unheimlich schön war wie wir uns dies vorstellten, und zum anderen, da an beiden enden der Bucht kleine Zeltdörfchen standen von anderen Touristen. Wir kraxelten daraufhin mit Landy zu den Felsen raus und richteten es uns gemütlich, mit Sicht auf die Bucht, ein.
13.2.2012 White Beach, Oman
Gefahrene km 13.2.2012: 0
Gefahrene km Total: 33’780
Da Maryse seit einigen Tagen einen Abszess hat und sich nicht mehr so mobil fühlt, verbrachten wir den Tag am White Beach und nutzten die Gelegenheit um Landy wieder mal aufzuräumen
.
14.2.2012 White Beach – Muskat, Oman
Gefahrene km 14.2.2012: 230
Gefahrene km Total: 34’010
Nun war es doch an der Zeit wieder zurück nach Muskat zu fahren um in ein Spital zu gehen
. Das ganze mit dem Abszess erwies sich als nicht ganz so einfach. Entweder sie wollten oder konnten Maryse nicht helfen, oder es war ein staatliches Spital wo keine Pläuschler wie uns aufnehmen darf. Beim vierten Spital wurden wir endlich empfangen. Das ganze schien nun doch um einiges schlimmer und vor allem dringender als zuerst angenommen. Die Ärztin sprach von bis zu 6 Wochen mit Nachkontrollen etc.
!! Wir haben dann einen günstigen Flug in die Schweiz gefunden und Maryse flog um Mitternacht Richtung Heimat zu
. Landy und ich zogen uns spät in der Nacht ins Dienstmädchenhaus von den Belgier, Oliver und Katlijn zurück.
15.2. – 19.2.2012 Muskat, Oman
Gefahrene km 15.2. – 19.2.2012: 180
Gefahrene km Total: 34’190
An diesen Tagen gabs nicht viel mehr als etwas Strandleben, E-Mails schreiben und shoppen. Und ausserdem musste Landy etwas „angepasst“ werden um das Kiteboard verstauen zu können
. Leider konnte ich nicht Kiten gehen, da der Wind zu schwach war.
20.2.2012 Muskat – White Beach, Oman
Gefahrene km 20.2.2012: 160
Gefahrene km Total: 34’350
Da Maryse nun doch etwas länger in der Schweiz bleiben muss, zog ich alleine los Richtung weitere Wadis. Da der White Beach ganz in der nähe von 2 schönen Wadis ist, ging der Tagestrip mal bis dorthin. Nun heisst es nach einigen Nächten im „Oliver und Katlijn Hotel“ wieder im Landy schlafen
.
21.2.2012 White Beach – Sur, Oman
Gefahrene km 21.2.2012: 150
Gefahrene km Total: 34’500
Nach dem herrlichen Frühstück am Strand wartete das Wadi Shab auf mich. Das doch etwas touristische Wadi lohnte sich auf jeden Fall. Nach einer Wanderung von 40 Minuten an schönen Wasserbecken vorbei, kam man an den Punkt, wo man seine Tasche mit Kamera besser stehen lässt. Die letzten 10 Minuten gings mit Badehose weiter. Nach etwas waten und schwimmen durch die Becken im Bachbett kam man zum letzten kleinen Hindernis. Nun war noch ein kurzer Tauchgang angesagt und Schwups landete man in einer kleinen Höhle mit einem kleinen Wasserfall. Wirklich fantastisch. Auf jeden Fall wurde es mir nicht Langweilig, da man sich mit den etlichen Touristen dort unterhalten konnte. Weiter Richtung kleine Stadt Sur, wo ich plante zu Übernachten. Da mir das Städtchen aber wirklich nicht so passte entschloss ich mich weiterzufahren. Etwas ausserhalb hielt ich kurz um ein paar Fotos zu schiessen, und bemerkte ein kleines Häuschen welches völlig verlassen schien. Da der Wind wirklich stark war, parkte ich den Landy direkt an die Mauer um vom Wind geschützt zu sein. Ansonsten ist es mit den Zeltwänden bei offenem Dach etwas kritisch!!
Kaum eingerichtet rauschten mal 2 Autos an und ein paar Minuten später noch ein paar Autos mehr. Jaja das kleine Häuschen war nicht etwa verlassen sondern es war eine unscheinbare Moschee
. Schlussendlich verbrachte ich die nächsten 2 Stunden mit 8 jungen Omaner welche mir Kaffee, Tee und Essen brachten! Nun habe ich im Kühlschrank 1Kg Datteln, Juhuu
. Es war eine echt gemütliche Runde und auch interessant mit den Jungs zu reden. Damit ich nicht alleine in der Wildnis Übernachten musste, schliefen 2 der Jungs in der Moschee als meine Bodyguards
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